Eine Woche aufschreiben
Ein Blatt für den Kühlschrank. Sieben Tage lang ein Strich für jedes Mal. Mehr ist es nicht.

Hier ist er
Eine Seite, A4, zum Ausdrucken. Fünfzehn Zeilen, die im Alltag mit einem kranken oder pflegebedürftigen Menschen jeden Tag vorkommen — und sieben Spalten für die Tage der Woche.
Kostenlos. Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse, ohne Konto.
222 kB · eine Seite · schwarz-weiß druckbar
So ist er gedacht
- Häng ihn dorthin, wo du sowieso jeden Tag stehst.
- Ein Strich pro Mal — nicht pro Tag. Das ist die einzige feste Regel.
- Nicht im Vorbeigehen geschafft? Abends nachtragen geht genauso. Zehn Minuten beim Essen reichen für den Tag.
Wir haben ihn fünf Tage selbst benutzt, bevor er hier stand. Daran liegt es, dass Punkt 3 das Nachtragen erlaubt statt es zu verbieten: Man steht nicht den ganzen Tag am Kühlschrank, und die ersten Tage vergisst man sowieso, dass der Zettel da ist. Nachgetragen ließ sich alles, ohne eine einzige Lücke.
Was draufsteht
Für den Körper
Beim Aufstehen geholfen · beim Waschen und Anziehen geholfen · Medikamente gestellt · nachts aufgestanden
Für den Kopf
An etwas erinnert oder etwas erklärt · für sie oder ihn gesprochen und telefoniert · beruhigt, getröstet, ausgehalten
Drumherum
Termin ausgemacht und hingefahren · Anträge und Telefonate mit Ämtern · etwas Eigenes abgesagt
Unten ist Platz für das, was sich nicht ankreuzen lässt: ein Streit, ein guter Moment, ein Satz, der hängengeblieben ist.
Man muss aufpassen, nicht selbst zu verschwinden.
Aus einem Gespräch mit Angehörigen, Juni 2026
Und was ist das jetzt in Stunden?
Das ist die Frage, die am Sonntagabend von selbst kommt, wenn das Blatt eine Woche lang am Kühlschrank hing. Wir haben sie uns auch gestellt und keine Antwort gefunden, die zu unserem Alltag passte.
Deshalb arbeiten wir gerade an dem, was danach kommt: einem vollständigen Bogen, der aus den Strichen eine Zahl macht — und einem Bericht, der sie zurückgibt, in Sätzen, die man jemandem zeigen kann. Fertig ist er noch nicht.
Weitergeben ist ausdrücklich erwünscht
Druck ihn aus, kopier ihn, leg ihn aus: in der Selbsthilfegruppe, in der Praxis, im Wartezimmer, im Pflegestützpunkt. So oft du willst, ohne zu fragen und ohne Kosten.
Eine Bitte: unverändert und mit der Zeile, auf der steht, woher er kommt. Wenn ihr ihn in größerer Zahl braucht oder etwas daran nicht passt, schreib uns — wir sind selbst Angehörige und antworten selbst.
Der Brief
Einmal im Monat schreiben wir
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